"Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht"  
      Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Trinitatis zu Rühme und Veltenhof, Am Wendenturm 1, 38112 Braunschweig
 
 
 
 

 
 
Konfirmandenferienseminar
2006

Am letzten Schultag trafen wir uns mit den Konfis aus Kralenriede und unseren Angehörigen in der Dankeskirche zu einem Abschieds-Gottesdienst. Die Eltern bekamen eine Postkarte mit der KFS-Losung „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“ für einen Gruß an uns. Die Postkarten wurden eingesammelt und beim ersten Abendkreis an uns verteilt.

Nach dem Gottesdienst fuhren alle zum Bahnhof. "Tausende von Konfis" strömten zum Gleis 5. Obwohl ein totales Durcheinander herrschte, fanden wir unseren Waggon. An den Abteilen standen unsere Namen, so dass wir schnell die Plätze belegen und unsere Eltern uns die Koffer durch die Fenster geben konnten. Um kurz nach sieben fuhr der Zug dann endlich los. Der Zug hielt noch einige Male an, dann steckten wir unsere Köpfe durchs Fenster und sangen:“ Ohne Eltern fahren wir nach Tirol,…!“ Leider war es im Zug sehr warm (über 35°). Nach ca. 13 Stunden kamen wir in Fortezza an. Dort schafften wir es in 3 Minuten unsere Koffer durchs Fenster zu reichen und selbst auszusteigen. Danach eilten wir zu einem Reisebus, der uns nach Albeins zum Bacherhof brachte. Hier brachten wir unsere Koffer in unsere Zimmer. Zum Glück haben uns fast alle Jungen dabei geholfen. Als wir in unserem Zimmer ankamen, bekamen wir erstmal einen Schock – wir hatten keine Tür!!! Später wurde sie aber wieder angebracht.

Nach dem Mittagessen haben wir eine Rallye durch Albeins gemacht. Danach haben wir noch ein paar „Kennenlern - Spiele“ gemacht. Nach dem Abendessen fand unser erster Abendkreis statt. Beim Abendkreis durfte jeder seine Meinung zu dem jeweiligen Tag sagen, ohne das irgendwelche dummen Kommentare kamen! Der Abendkreis fand jeden Tag um 21.30 Uhr statt, es wurde auch gesungen und gebetet. Um 23 Uhr war dann Nachtruhe.

Morgens nach dem Frühstück fand das Morgenritual statt. Wir wurden in Gesprächsgruppen eingeteilt, die bis zum Mittagessen stattfanden. In den Gesprächsgruppen wurde über Bibelthemen oder andere Themen zur Jahreslosung „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht“ diskutiert. Zu manchen Themen haben wir witzige Rollenspiele gemacht. Nach dem Mittagessen war Mittagsruhe. Wer keine Mittagsruhe halten wollte, musste nach draußen, um z.B. Tischtennis oder Fußball zu spielen, oder zum Laden ins Dorf zu gehen.

Nachmittags wurden entweder kleine Wanderungen, z.B. zu einem Wasserfall gemacht, oder es wurden Workshops angeboten, wie z.B. Schwimmen, Batiken, Sport…usw.! Jeden zweiten oder dritten Tag haben wir eine Tageswanderung unternommen, z.B. zu einem großen Wasserfall oder auf einen Berg.

Wer wollte und die Erlaubnis der Eltern hatte, durfte zum Rafting und konnte dann einen Wildwasserfluss in einem großen Schlauchboot runterfahren. Der Fluss hatte nur 6-7°, aber wir hatten ja Thermoanzüge an. Unser Führer wollte uns immer dazu bringen, dass wir aus dem Boot fallen, aber das hat nicht geklappt. Auch als wir uns auf die Seiten des Bootes stellen und mit dem Paddel Luftgitarre spielen sollten! Nur einer der Teamer (Nils) fiel aus dem Boot, als wir gegen einen Felsen fuhren. Natürlich ist ihm nichts passiert.

Bei unserem Ausflug nach Bozen waren wir Shoppen und sind an einen See gefahren. Hier konnten wir Tretboot fahren oder Schwimmen. Die Stadt Brixen haben wir uns auch angesehen.

Am ersten Sonntag war Ausschlafen angesagt und ein Besuch der Kirche von Albeins. Am Sonntag von der Taufe durften wir auch ausschlafen!!! In der Woche vor der Taufe fanden nachmittags Taufworkshops statt. In Gruppen wurden die Taufkerzen verziert, die Taufkleider mit dem Namen der Täuflinge, dem Datum, dem Taufspruch und einem Symbol bestickt, sowie der Taufplatz hergerichtet.

Am Tag der Taufe zogen wir schweigend zum Taufplatz, der an einem Bach gelegen war. Dort wurden die Täuflinge jeweils einzeln getauft. Danach wurden ihnen die Taufkleider angezogen und die Taufkerzen überreicht. Nach der Taufe kühlten wir uns im Bach und dem dazugehörigen Wasserfall ab. Wieder beim Bacherhof angekommen, wurde jedem ein „Promi“ zugeteilt, den man darstellen sollte. In Gruppen aus jeweils 6 Personen wurde „mit den Promis“ ein Rollenspiel eingeübt, das nach dem Abendessen vorgeführt wurde. Das war total lustig und die besten drei Rollenspiele haben einen Preis bekommen. Das Abendessen war an diesem Tag besonders lecker und der Tisch festlich gedeckt. Deshalb haben wir das Pizza-Essen in Albeins an einem anderen Abend gemacht.

Wer wollte, durfte an der Zwei-Tageswanderung zu einer Hütte, die 2230m hoch lag, teilnehmen. Da wir viele Pausen gemacht haben, war sie nicht anstrengend, sondern eher witzig. Auf der Hütte gab es leckere Makkaroni mit sehr viel Knoblauch. Das Übernachten auf der Hütte hat total viel Spaß gemacht.

Am Tag der Abreise holte uns ein Bus ab. In Fortezza hatten wir noch Zeit bis der Zug kam, daher sind wir durch das Dorf gelatscht und haben festgestellt, dass die Pizzeria zu teuer ist und, dass es dort Pizza mit Nutella gibt. Als der Zug kam, wurde irgendwas durcheinander gebracht und wir mussten durch den ganzen Zug gehen…mit unseren Koffern und unsere Abteile suchen. Zum Glück war es auf der Rückfahrt nicht so warm, sondern angenehm kühl, denn es hat regnet. Am Bahnhof in Braunschweig angekommen, sangen wir ein letztes Lied („Ich lasse dich nicht fallen und ich verlasse dich nicht“), dann verabschiedeten wir uns von Allen und fuhren nach Hause.

Am Anfang dachten wir, dass das KFS total langweilig sein würde und nur aus Konferunterricht und anstrengenden Wanderungen bestehen würde. Jetzt sind wir anderer Meinung: Das KFS war eine tolle Erfahrung und wir hatten sehr viel Spaß. Außerdem haben wir viele neue Freunde gefunden.

 

 
 
 
 
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